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Fachsprachenprüfung für ausländische Ärztinnen und Ärzte

Fachsprachenprüfung für ausländische Ärztinnen und Ärzte

Um als Arzt in Deutschland arbeiten zu können, müssen ausländische Ärzte zunächst eine Fachsprachenprüfung ablegen. Diese werden bei den zuständigen Ärztekammern abgenommen. Lesen Sie im Folgenden Näheres über den Ablauf des Verfahrens und den Ablauf der Prüfung.

Grundlegendes

Die Bundesärzteordnung schreibt in § 3 Abs. 1 Nr 5 vor, dass die Approbation oder die Erlaubnis zur vorübergehenden Ausübung des Berufs einen Nachweis über die notwendigen Kenntnisse der deutschen Sprache erfordert. Die erforderlichen Deutschkenntnisse liegen auf dem Sprachniveau C1 gemäß des europäischen Referenzrahmens.


Wer muss die Fachsprachenprüfung ablegen?

Die Prüfung muss von denjenigen abgelegt werden, die

- keinen Abschluss an einer deutschsprachigen Hochschule
- keinen Abschluss einer dreijährigen Berufsausbildung in deutscher Sprache
- keinen Abschluss einer mindestens zehnjährigen allgemeinen Schulbildung an einer deutschprachigen Schule

erworben hat.


Wie ist der Ablauf des Verfahrens?

An dem regulären Antragsverfahren zur Approbation ändert sich zunächst nichts. Jedoch gibt es regionale Unterschiede im Verfahrensablauf bezüglich der Fachsprachenprüfung. Die zuständige Behörde wird bei der Prüfung Ihrer Unterlagen feststellen, ob die Ablegung der Fachsprachenprüfung notwendig ist. In der Mehrzahl der Fälle werden Ihre Daten an die zuständige Ärztekammer übermittelt. Eine Anmeldung zur Prüfung ihrerseits ist daher nicht erforderlich. In einigen Regionen müssen Sie sich selbst zur Prüfung anmelden zum Beispiel in Berlin. Dies wird Ihnen allerdings gesondert mitgeteilt, etwa in der Empfangsbestätigung Ihrer Unterlagen. Mit der Empfangsbestätigung erhalten die Ärzte in der Regel auch einen Zahlungs- oder Gebührenbescheid. Die Höhe der Prüfungsgebühr ist regional unterschiedlich. Meistens liegt sie zwischen 300 EUR und 500 EUR. Nachdem die Gebühr beglichen ist, werden Sie zur Prüfung eingeladen.


Der Prüfungsablauf

Die Prüfung selbst dauert in der Regel 60 Minuten und umfasst mit je 20 Minuten drei Prüfungskomponenten

1. Das Arzt-Patienten-Gespräch

Sie als Prüfungskandidat führen mit einem simulierten Patienten ein Anamnesegespräch durch. Auf Rückfragen des Patienten müssen Sie dabei angemessen reagieren können. Das Hörverständnis ist an dieser Stell zentraler Prüfungsbestandteil. Außerdem wird geprüft, ob Sie auf den Patienten eingehen und entsprechende Rückfragen stellen können.

In diesem Teil der Prüfung müssen Sie die Angaben des Patienten solide verstehen können und eine für einen Patienten verständliche Sprache bei Verwendung möglichst weniger Fremd- und medizinischer Fachwörter nutzen.

Sie dürfen sich während der Prüfung Notizen machen.


2. Dokumentation

In diesem Teil der Prüfung erstellen Sie anhand der durch das Arzt-Patienten-Gesprächs gewonnenen Informationen einen Arztbericht. Hierbei erhalten Sie einen Anamnesebogen und Sie dürfen ebenfalls Ihre Aufzeichnungen aus dem Gespräch nutzen sowie ein medizinisches Fachwörterbuch.


3. Arzt-Arzt-Gespräch

Hierbei stellen Sie einem Kollegen einen Patienten in Form eines Übergabegesprächs vor. Dazu nutzen Sie die Informationen aus den vorherigen Prüfungsteilen. Bewertet werden hier vor allem die Struktur Ihres Vortrags und die Verwendeung entsprechender Fachtermini. Des Weiteren ist auf weitere Nachfragen zu antworten.

Ebenso muss eine Liste medizinischer Fachbegriffe in die deutschsprachigen Bezeichnungen übersetzt werden.

Ob die Fachsprachenprüfung bestanden ist wird nach einem Bewertungsschema festgestellt. Bei Nichtbestehen der Fachsprachenprüfung kann diese gegen eine Gebühr wiederholt werden.

Verdienstmöglichkeiten auf dem deutschen Arbeitsmarkt für ausländische Ärzte

Nach Bestehen der Prüfung und Erhalt der Approbation erwarten Sie folgende monatliche Einstiegsgehälter:

Für einen Assistenzarzt: 4286,07 EUR
Für einen Facharzt: 5656,92 EUR
Für einen Oberarzt: 7227,35 EUR
Für einen Chefarzt: ca. 23250 EUR im Durchschnitt

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Herr Maciej D.
aus Polen schrieb am 28.09.2017
Sehr gute, prompte und konkrete Vermittlung. Vielen Dank! Assistenzarzt für Innere Medizin
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